Coimbra
Die Universitätsstadt am Fuße des Rio Mondego
In einer der ältesten Universitätsstädte Europas dreht sich in
Coimbra
alles um die Universität. Rund ein Fünftel der Einwohner sind Studenten. Besonders zu Festlichkeiten, wie den Examensfeiern im Mai, beherrschen sie in ihren schwarzen Trachten mit farbigen Zierbändern der jeweiligen Fakultäten das Bild der Stadt. Coimbra hat nicht nur als Universitätsstadt Tradition und Bedeutung. Sie ist auch Sitz eines Bischofs und hat neben
Lissabon
und
Porto
über Jahrhunderte lang das geistige Leben in
Portugal
geprägt. Die vielen Kunstschätze und beachtlichen Baudenkmäler aus der Zeit der Römer machen die Stadt zu einem Reiseziel erster Wahl.
Stadtbild
Schon aus der Ferne fällt das imposante Stadtbild mit der
Alma mater
, dem Wahrzeichen der Stadt auf. Fast malerisch wirken die Bauten am Ufer des
Rio Mondego
. Im unteren Stadtteil der Baixa befindet sich die lebhafte Fußgängerzone. Hier drängt sich ein Geschäft an das andere und die nette Straßencafes laden zum Verweilen ein. Steile Gassen ziehen sich terrassenförmig hoch durch die historische Oberstadt zu den Gebäuden der Universität und krönen das majestätische Bild der Stadt.
Sehenswertes
Ideal für einen Stadtrundgang bietet sich der Largo da Portagem an. Gleich dort neben der Touristeninformation befinden sich nette Grünanlagen und einige Cafes. Von der Ponte de Santa Clara, die über den Rio Mondego führt, erhält man ein erstes Bild auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Am
Praca do Comercio
, dem Marktplatz, leben traditionell viele Handwerker und Geschäftsleute. Dort befindet sich Kirche Sao Tiago aus dem 11ten Jahrhundert. Das Rathaus von Coimbra ist im ehemaligen Nordflügel der Convento de Santa Cruz untergebracht, ein ehemaliges Augustinerkloster aus dem 16ten Jahrhundert. Östlich schließt sich der Jardim de Manga an, eine hübsche Gartenanlage mit Wassergräben und vier kleinen Rundkapellen.
Von der Rua Visconde da Luz durch den Arco de Almendia gelangt man zur Oberstadt. Der Torbogen ist Teil der alten Stadtmauer und beherbergt heute ein städtisches Archiv. Über die vielen Treppen der engen Gassen gelangt man zur Se Velha. Die alte Kathedrale gleicht einer Art Festung und zeugt vom 14ten Jahrhundert, als Dom Joao I. zum König ernannt wurde. Weiter hinauf verläuft die rua do Cabido zum großen Largo da Feira Estudantes. Hier befinden sich neben neueren Universitätsgebäuden das Museu Nacional Machado de Castro, aus dessen Innenhof man einen schönen Blick auf den Mondego und die Stadt hat. Durch ein eisernes Tor, Porta Ferrea, gelangt man in den weiten Innenhof der
Universidade Velha
. Das eigentliche, alte Universitätsgebäude befindet sich an der Nordseite. Am Treppenaufgang zur Verwaltung erhält man Eintrittskarten zur Besichtigung der Bibliothek und des alten Festsaals. An der Westseite des Hofs ist ein kleines Museum nebst der Universitätskirche Capela de Sao Miguel.
Auf dem Rückweg in die Baixa lohnt sich eine Besichtigung des Jardim Botanico, ein terassenförmig angelegter Park, der durch Marques de Pombal errichtet wurde.

