Portimao
Einst eine bedeutende Hafenstadt
Neben Faro und Olhao ist
Portimao
eine der größten Städte an der
Algarve
Bis in die 70er Jahre beherschte der Fischfang, vor allem von Sardinen, und die Fischverarbeitung in Fabriken die Szenerie. Auf Subventionen angewiesen, wurde er jedoch bis in die heutige Zeit mehr und mehr rückläufig. Nur noch wenige Schiffe laufen aus, stillgelegte Sardinenfabriken säumen die Ufer, im Norden der Stadt befinden sich noch kleine Werften. Der Tourismus hat in sich Portimao nie richtig niedergelassen. Hauptsächlich Tagesgäste kommen aus den umliegenden Tourismuszentren und Bummeln an der neu gestalteten
Uferpromenade
, dem Cais Vasco da Gama, und den vielen Sträßchen und Gassen.
Daneben ist Portimao das Einkaufszentrum der westlichen Algarve und tut aber auch etwas für die Kultur, vor allem der Esskultur. Im Mai lockt die Kulinarische Woche viele Gäste an, die in den Restaurants typische Algarve-Gerichte aufgetischt bekommen. Im August strömen Urlauber aus der ganzen Algarve zum berühmten Sardinenfestival.
Stadtbild
Portimao ist eine sehr lebendige Stadt, viel Atmosphäre herscht vor allem im Norden im Gebiet des alten Hafens. Etliche Lokale und einfache Restaurants, oft kleine Familienbetriebe, laden zu hervorragend frischen Fisch und Sardinen ein. Südlich befindet sich eine nett angelegte Uferpromenade, mit großzügigen Plätzen, wo Touristen und Einheimische in Cafes verweilen.
Sehenswertes
Die 1640 errichtete Burg Fortaleza de Santa Catarina diente dem Schutz vor Überfällen auf den Hafen. Hier hat man gute Aussicht auf das Meer, den neuen Yachthafen, die Mündung des Rio Arade und deren Umgebung. Unterhalb der Hafenburg liegt die
Marina
, ein ehrgeiziges Projekt mit über 600 Liegeplätzen für die zum Teil sehr großen Yachten.
Umgebung
Die Ria de Alvor ist eine wunderbar ruhige
Lagune
. Sie steht unter Naturschutz und ist die Seele der ganzen Umgebung. Zwar hat man auch im ehemaligen Fischerort Alvor (4 km westlich von Portimao gelegen) am Ostrand der Ria etliche Hotelblöcke hochgezogen, aber eine angenehme Stimmung ist ihm verblieben. Schlicht, aber stimmungsvoll ist die Tasca Morgadinho an der Ria-Fischhalle, wo zu den pflückfrischen Muscheln gezapftes Bier angesagt ist.
An dem gemütlichen Dorfstrand von
Carvoeiro
, von Felswänden zu einem Sandstreifen eingeengt, liegen neben den sich sonnenden Badegästen immer noch bunte Boote auf der Seite, als wollten sie sich vom harten Fischeralltag aus vergangenen Zeiten ausruhen. Heutzutage bietet der Ort eine Exklusivität, denn in Richtung Osten bis zur Praia de Benagil, breiten sich Villen und Luxusferienanlagen aus. Carvoeiro gilt auch als Fetenmeile der Deutschen. Ein Restaurant reiht sich ans andere, Bars locken mit Musik. Das Jailhouse bietet in einem umgebauten Weinkeller und mit toller Terrasse neben dem Strand oft Live -Musik bei freiem Eintritt und günstigen Preisen. Von der Ortsmitte Carvoeiros ca. 1km entfernt liegt Algar Seco. Wetter und Wellen haben dort die Uferfelsen zu besonders eindrucksvollen und bizarren Formationen abgeschliffen. Nahe dem Höhleneingang hinter der kleinen Boneca Bar, in der es gute Fischgerichte gibt, gelangt man unmittelbar zu einem Torbogen im Fels, wo man einen faszinierenden Blick hindurch auf die senkrecht ansteigenden Klippen um die Bucht hat. Auf der von Portimao gegenüberliegenden Seite befindet sich Ferragudo. Idylisch wirken hier die am Hang liegenden Häuser und die im Hafenbecken davor liegenden vielen kleinen, bunten Boote. Das reizvollste des malerischen Ortes zeigt sich, wenn man am Rio Arade entlang zur Praia Grande geht. Eine italienisch anmutende Hafenburg Sao Joao, aus dem 14. Jahrhundert, thront auf einer kleinen Anhöhe und bewacht die Mündung des Rio. Es gibt viele Bars und Restaurants und es herrscht ein freundlicher Ton -ohne Massenabfertigung von Touristen- geradezu dörflich. Uferlokale locken mit guten Fischgerichten, teils wird gleich an der Kaimauer gegrillt. Beliebt sind die Strandrestaurants an der Praia Grande und nahe der Uferzeile gibt es zudem mehrere stimmungsvolle Musikkneipen.

