Tavira
Im Südosten der Algarve
Etwa 20 km von der Spanischen Grenze entfernt, liegt im Südosten der
Algarve
das Städtchen
Tavira
. Dort mündet der Rio Gilao in den Atlantik und teilt den ursprünglich phönizischen Hafenort in zwei Hälften. Das Ortszentrum selber liegt nicht am offenen Meer, sondern befindet sich im Lagunenbereich der
Ria Formosa
und wird von einer römischen Brücke verbunden. Patrizierhäuser säumen die Ufer des Flusses und zeugen vom einstigen Wohlstand, den der Handel mit Thunfisch, Wein und Salz erbrachte. Mittlerweile spielt hier der Tourismus eine große Rolle und gibt dem Hafenstädtchen eine neue Bedeutung.
Stadtbild
Tavira gilt als eines der reizvolltsten Städtchen an der Algarve. Durch ein Erdbeeben zerstört, wurden die meisten Gebäude neu errichtet und ergeben ein einheitliches, harmonisches Bild. Typisch sind die walmdachförmigen Bauten, deren Charakter auch in die moderne Architektur übernommen wurde. Besonders schön ist die kurze Travessa de D. Brites. Sie zweigt bei der hübschen Uferpromenade ab, führt zur Rua D. Marcelino Franco und endet vor der Nossa Senhora das Ondas, eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert. Auch Badegäste und Strandgänger kommen hier auf ihre Kosten. Die 10 km lange Düne Ilha de Tavira ist von rarer Schönheit. Eine nostalgische Bahn fährt von der
Praca da Republica
, nahe der römischen Brücke, zur Fähre in Quatro Aguas, von dort gelangt man dann zur Insel.
Sehenswertes
Im Zentrum von Tavira liegt der der Praca da Republica, dem sich ein hübsch angelegter Stadtpark anschliesst. Nebenan lädt das ehemalige Marktgebäude zum Bummeln durch die dort niedergelassenen Läden ein und zum Verweilen in den hübschen Cafes. Gleich neben dem zentralen Platz Praça da República gelangt man über die Rua Galeria zur Burganlage und der römisch-maurischen Stadtmauer Castro dos Mouros. Vom Burggarten aus genießen Sie einen Überblick über Tavira und seine einzigartige Dächerlandschaft. Beim Haupteingang zur Burg ragt das stolze Bauwerk Igreja da Misericordia auf, eine ab 1541 errichtete manuelinische Kirche.
Strände
Praia de Cabanas
. Der schmale Sandstreifen, ca. 5 km östlich von Tavira, trennt hier die auslaufende Ria Formosa vom Meer. Auf der einen Seite kann man im lauen Lagunenwasser schwimmen, auf der anderen im kühleren Meer.
Umgebung
Das Naturschutzgebiet Ria Formosa kann mit einer Bootsfahrt erkundet werden, also vom Wasser der Lagune aus mit einem Safari-Boot entdeckt werden. Neben einer Führung auf deutscher Sprache und viel Unterhaltung an Bord, lassen sich dabei viele Vogelarten beobachten. Besonders interassant ist die kleine Hafenburg Cacela Velha aus dem 12. Jahrhundert. Einige wenige Häuser sind umrahmt vom Ria-Haff, Weinfeldern und Olivenhainen. Die vorgelagerten Dünen bilden bei Flut das östliche Ende der Ria Formosa. Bei Ebbe können Sie zu Fuß hinüber zu schönen Stränden und 1 km westlich direkt am Strand zu einem Ausflugslokal gelangen.
13 km nordwestlich von Tavira liegt das Dorf Santa Catarina, welches in Portugal dank seiner handgemachten Dach- und Bodenziegel berühmt ist. Immer noch werden sie in altrömischer Manier in diversen telharias hergestellt, die man an ihren langen runden Kaminen erkennt. Es gibt noch über zwanzig solcher Betriebe rund um Santa Catarina - nur hier gibt es den richtigen Lehm für diese Produkte. Man kann die Firmen besuchen und zuschauen, in welch mühseliger Arbeit die schönen Ziegel entstehen.
Unverkennbar ist Santa Luzia ein Fischerdorf. Hier häufen sich Töpfe für den Fang von Tintenfischen, Körbe für den von Langusten, Netze liegen am Straßenrand. Und im ruhigen Wasser liegen bunte Fischerboote. Santa Luzia liegt etwa 3 km westlich von Tavira, beliebt ist das Lokal Baixamar, wo es natürlich Frisches aus dem Meer gibt.

